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„Sagt doch einfach, was Sache ist!“

Die Suche nach einer neuen Sprache im Gottesdienst

»Sagt doch einfach, was Sache ist!« – Wenn das so einfach wäre: Glaubensdinge und theologische Einsichten so auf den Punkt zu bringen, dass sie für Zeitgenossen und –genossinnen zugänglich, verständlich und gleichzeitig so gehaltvoll wie pointiert sind, ist eine Herausforderung. Dies gilt für kirchliche Kommunikation allgemein und besonders für den Gottesdienst mit seinen eigenen, geprägten Sprachformen.

Jüngst hat Erik Flügge mit seinem Buch »Der Jargon der Betroffenheit« darüber eine an- und (zuweilen) aufgeregte Debatte provoziert. Die Problemstellung ist allerdings nicht neu. Immer wieder wurde und wird in Kirche und Gottesdienst um Sprache gerungen. Es gehört zum theologischen Kerngeschäft, das Evangelium zeitgemäss so in Worte zu fassen, dass es im Leben der Menschen relevant wird. Dabei besteht ein Spannungsverhältnis zwischen dem Anliegen, sich verständlich zu machen und der grundsätzlichen Fremdheit religiöser Rede.

Über diese Themen soll an der Tagung diskutiert werden – mit Erik Flügge und mit weiteren Referenten und Referentinnen und Podiumsgästen. Verschiedene Workshops geben Gelegenheit, einzelne Aspekte zu vertiefen, und liturgische und homiletische Sprache praktisch zu erkunden.

Mit Erik Flügge, David Plüss, Hildegund Keul, Susanne Oberholzer, Jacqueline Keune, Christian Rutishauser, u.v.a.

Datum: 2.11. 2018

Ort: Universität Bern, UniS, Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern, Raum A003

Hier können Sie sich zur Tagung anmelden

In der Weihnachtszeit wird gesungen. Das ist auch heute noch so, auch wenn zuweilen vom Niedergang des Singens die Rede ist. Weihnachten ohne die bekannten und beliebten Lieder ist kaum denkbar. Dabei ist der Gottesdienst nur ein Ort, an dem sie gesungen werden: Chorkonzerte, Weihnachstsingen, Krippenspiele ziehen Menschen an.

Weihnachtslieder gehören also zum Kulturgut, vor allem beinhalten sie aber in Musik gefasste Theologie. Sie beinhalten eine Fülle von theologischen Motiven, die die Bedeutung des Weihnachtsfestes zu erfassen suchen. So geht es um die Geburt des Heilands, die Hoffnung auf Erlösung der Welt, die Vorbereitung auf das Fest oder die Geburtsgeschichte wird erzählt und über ihre Bedeutung für die Menschen nachgedacht.

In den Vorlesungen wird diesen Motiven in Liedern und kirchenmusikalischen Werken nachgegangen. Darüber hinaus werden ihre Verwendung in Ritualen, gottesdienstlichen Feiern und Konzerten, ihre mimetische Aneignung in Krippenspielen und die volkstümlichen Bräuche der Fasten- und Festzeit thematisiert.

Auch der Zweite Schweizer Kirchenbautag war dem Thema Kirchenumnutzungen gewidmet. Während die erste Tagung 2015 das Thema mit einem Blick aufs Ganze diskutierte, richtete der diesjährige Kirchenbautag den Blick aufs Einzelne und vertieft die Problematik anhand konkreter Beispiele von bereits realisierten bzw. erst projektierten Umnutzungen von Kirchen und Klöstern in der Schweiz. Der Kirchenbautag fördert den Austausch zwischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern aus Kirche, Denkmalpflege und Öffentlichkeit und richtet sich an alle von der Thematik Betroffenen.

Filmische Dokumentation zum Kirchenbautag

Webseite des Schweizer Kirchenbautags

 

Neuerscheinung: David Plüss, Katrin Kusmierz, Matthias Zeindler, Ralph Kunz, Gottesdienst in der reformierten Kirche. Einführung und Perspektiven, Zürich 2017

Hrsg. von Thomas Gartmann und Andreas Marti

Im Oktober 2015 fand in Bern der V. Internationale Kirchenmusikkongress statt, an dessen Durchführung auch das Kompetenzzentrum beiteiligt war. Nun erscheinen im Band „Der Kunst ausgesetzt“ die gehaltenen Hauptreferate, aber auch Beiträge aus den Workshops, aus dem Forschungskolloquium sowie Reflexionen zu den Konzerten und Gottesdiensten. Ergänzt wird der Band durch eine Übersicht über alle Veranstaltungen des Kongresses.

Kirchenumnutzungen – Der Blick aufs Ganze
Die Publikation zum Ersten Schweizer Kirchenbautag liegt vor als Heft 4/2015 der Zeitschrift „Kunst und Kirche“. Mit allen am Kirchenbautag gehaltenen Vorträgen sowie 18 Seiten mit Beispielen von Kirchenumnutzungen in der Schweiz. Umfang 76 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen. 
Preis Fr. 15.- incl. Versandkosten.
Kirchenumnutzungen

SNF Forschungsprojekt "Sakraltopographie"

Der Schweizerische Nationalfonds finanziert seit 1. Januar 2014 für die Dauer von drei Jahren am Kompetenzzentrum Liturgik der Universität Bern das Forschungsprojekt "Transformationen städtischer Sakraltopographien (1850-2010). Am Beispiel von sieben Schweizer Städten". Mit dem Forschungsprojekt betraut ist mit einer Anstellung von 50% PD Dr. Johannes Stückelberger, Kunsthistoriker, Dozent für Religions- und Kirchenästhetik an der Theologischen Fakultät der Universität Bern und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kompetenzzentrum Liturgik. Als wissenschaftliche Hilfskraft (20%) arbeitet Ann-Kathrin Seyffer am Projekt mit.

Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn haben eine neue Website zum Gottesdienst:

http://www.gottesdienst.refbejuso.ch

Die Webseite vernetzt Liturgiegestaltende, informiert über Themen und Entwicklungen in Bezug auf den Gottesdienst, bietet eine Austauschplattform und stellt die sogenannten Gottesdienstateliers vor, kleine Weiterbildungsangebote für Mitarbeitendenteams und Kirchgemeinden. Und im „jardin pastoral“ darf gelustwandelt werden...

Website und Angebote sind in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Liturgik entstanden.